Mein Weg begann nicht mit mir…

mein Weg begann damit, dass mein Vater die mutige Entscheidung getroffen hat seine Familie in Vietnam zeitweise zu verlassen, um hier zu studieren, sich selbstständig zu machen und dann die Zukunft der Familie in Deutschland aufzubauen.

Wie muss er sich wohl hier gefühlt haben? Alleine in einem Land, wo er die Sprache kaum beherrscht… seine Frau und Kinder auf einem anderen Kontinent… Wahnsinn!

Ich sage oft, dass ich schon auf den Schultern von Giganten gestartet habe.

Ein Vater, der mir Respekt, Disziplin, harte Arbeit, Ehre, Tradition, Charakterstärke und vieles mehr von klein auf beigebracht hat.

Die beste Mutter, die ich mir vorstellen kann. Sie liebt mich mehr, als alles andere auf der Welt.

Einen 12-Jahre älteren Bruder, der als starkes Vorbild voranging.

Es ist für mich ein großes Privileg als jüngster Sohn in diese Familie hineingeboren zu sein.

Dann kam die Zeit, als ich lernen musste, auf eigenen Beinen zu stehen. Bei Vietnamesen geschieht das immer etwas früher…

Mit 12 Jahren bin ich also von Zuhause ausgezogen und habe ab da auf einem Sportinternat in Hannover gelebt, um Tischtennisprofi zu werden.

Meine Eltern habe ich dann nur noch maximal einmal im Monat gesehen.

Ich habe 6-8-mal Training gehabt von Montag bis Donnerstag. Wettkämpfe und Punktspiele am Wochenende. Trainingslager, die mich bis an meine Grenzen brachten. Viele Stunden beim Krafttraining oder Laufen…

Ich wurde Landesmeister, war einer der besten in meinem Jahrgang in Deutschland. Teilnahme an den deutschen Meisterschaften, Bundeskaderlehrgänge, Teilnahme an internationalen Turnieren…

Die Zeit als Leistungssportler war super aufregend.

Mit meinen Freunden Tischtennis zu spielen, hart zu trainieren, hoher Druck, jeden Tag alles zu geben, Schmerz zu ertragen, international mit anderen zu konkurrieren… ich hätte mir nichts Besseres vorstellen können.

 

Mit 14 Jahren hat mir mein Bruder dann das Buch „Rich Dad Poor Dad“ zum Lesen gegeben und ich habe angefangen mich aktiv weiterzubilden und persönlich weiterzuentwickeln.

Bücher haben angefangen mich total zu faszinierend.

Ich hatte Zugang zu den Gedanken, Kenntnissen und Lehren von großartigen Persönlichkeiten zu Themen, die mich interessierten.

Doch bei Büchern hörte es nicht auf. Ich wurde besessen vom Thema Weiterentwicklung, weil ich dutzende Fragen hatte…

…Was unterscheidet den Erfolgreichen vom Erfolglosen?

…Was wissen oder können die Reichen, was der Durchschnitt nicht kann?

…Wie erreiche ich finanzielle Freiheit?

…Wie kann ich das Leben leben, wovon ich träume?

…Wie werde ich der Mensch, der ich sein möchte?

… und viele weitere mehr.

Je mehr ich lernte, desto mehr Fragen hatte ich.

Also habe ich angefangen auf Seminare zu gehen, Videos zu schauen, Trainings und Coachings zu buchen.

Mit 16 Jahren habe ich für kurze Zeit auch für einen Rhetoriktrainer gearbeitet… neben Schule und Sport.

Ich habe mich verändert. Denn ich wollte etwas anderes haben.

Wir springen in das Jahr 2017.

Die Schule und ich waren noch nie Freunde. Im System Schule war ich ein kompletter Versager.

Ich fand es wirklich unangenehm da zu sitzen und etwas zu lernen, was ich nicht lernen will und auch nicht weiß warum…

Ich bekomme nämlich Antworten (Lehrstoff), ohne dass ich jemals danach gefragt habe. Ich habe nie danach gefragt, was Mitochondrien sind oder wie man ein Gedicht analysiert…

Auf der anderen Seite hatte ich dutzende Fragen und die Schule konnte mir diese nicht beantworten.

Habe ich in der Schule versagt oder hat das System Schule bei mir versagt?

Ich hatte damals schon ein klares Bild darüber von mir und meiner Zukunft und habe ernsthaft daran gezweifelt, ob das der richtige Weg für mich ist.

Ja man kann sagen ich habe wirklich gelitten. Es war die schlimmste Zeit meines Lebens…

Durchgefallen, Versager, Schlecht, Nichtskönner…

Zu dieser Zeit habe ich wirklich gedacht, dass ich nichts kann.

Ich wusste ich musste eine Entscheidung treffen.

Ich wollte Unternehmer werden, Geschäfte aufbauen, viel Geld verdienen, ein selbstbestimmtest Leben führen und anderen Menschen helfen.

Unternehmertum konnte man meiner Meinung nach nur von einem Unternehmer lernen.

Ich saß dann eines Tages im Chemieunterricht und fragt mich: “Warum sitze ich noch hier?”

Meine Antwort war: “Für meine Eltern.”

Dann kam mir die Frage: “Viet, was würdest du tun, wenn deine Eltern tot wären?”

Ich würde abbrechen und meinen Weg gehen.

WOW. Beim Schreiben hier bekomme ich direkt wieder Gänsehaut. Der kleine Vogel hat den ersten Schritt Richtung Freiheit gemacht.

Also habe ich die Schule abgebrochen.

Selbstverständlich hat es dutzende Gespräche mit meinen Eltern, meinem Bruder, der Schule, den Trainern und den Internatsbetreuern gegeben. Ich habe mich nicht verstanden gefühlt..

Zu dieser Zeit habe ich gelernt alleine zu sein, ohne einsam zu sein.

Ich habe es trotzdem gemacht.

Du kannst dir vielleicht vorstellen, dass das einer meiner schwersten Entscheidungen war. Vor allem als Asiate mit strengen Eltern…

Doch ich wollte MEIN eigenes Leben führen.

Ich wusste damals nicht warum, aber ich hatte so viel Selbstvertrauen in mir. Ich dachte ich wäre unbesiegbar.

Rückblickend verstehe ich natürlich warum. Ich hatte schon jahrelanges Training und war schon eine Maschine.

Zu dieser Zeit habe ich meinen zweiten großen Mentor kennen gelernt. Herr Euler hat eine Online-Marketing Agentur geleitet in Hannover.

In den darauffolgenden 18 Monaten habe ich für ihn als Personal Assistent und später auch als Praktikant in seiner Agentur gearbeitet. Ich war bereit jeden Preis zu zahlen, um besser zu werden.

Ich habe also Unternehmertum von einem Unternehmer gelernt. In der Praxis.

Das war die beste Schule für Unternehmertum, die ich mir vorstellen konnte. Ich könnte ein Buch dazu schreiben, was ich alles gelernt habe.

Du fragst Dich vielleicht, wie ein junger Typ wie ich, innerhalb von 16 Monaten aus dem Nichts ein Six-Figure Business aufbauen konnte…

Nun wie gesagt: Ich habe schon auf den Schultern von Giganten gestartet.

SocialNatives habe ich mit Norbert und Marcel gegründet. Ich habe schon sehr früh das Potential, die Lernbereitschaft, den Willen und die Kompetenz in ihnen gesehen.

Norbert ist ein absoluter Menschentyp, sehr empathisch, emotional und hat sich zu einem wirklichen Vertriebsprofi und Leader entwickelt.

Marcel hat eine hohe Kompetenz für Zahlen, eine hohe Begeisterungsfähigkeit und findet immer wieder neue kreative Impulse.

Mein Leben war nicht immer einfach. Aber es ist kein Vergleich zu den Umständen von meinem Vater oder Großvater im Vietnamkrieg…

Aus dieser Dankbarkeit heraus habe ich mir geschworen, alles aus meinem Potential herauszuholen. Jeden Tropfen aus der Zitrone herauszupressen.

Meine Mission ist es heute Jungunternehmern dabei zu helfen, ein Leben nach ihren eigenen Maßstäben zu leben.

Ich werde mein ganzes Leben lang Unternehmen aufbauen, führen und anderen Menschen helfen ihre Ziele zu erreichen.

 

Meine Reise hat gerade erst begonnen.

Ich bin ein Kind und fühle mich auch noch so.

Wo wird das Leben mich hinführen?

Wo werde ich mit 25, 30 oder 40 stehen?

Was werde ich noch bewegen und verändern?

Das Leben ist so aufregend und spannend!

Wenn du bis jetzt gelesen hast…

Danke!

Danke, dass du mir deine Zeit geschenkt hast.

Ich bin ein ganz normaler Typ und hoffe, dass dir meine Story weitergeholfen hat.

Vielleicht um auch endlich eine Entscheidung in deinem Leben zu treffen?

Vielleicht hat es dir auch Insights gegeben, was möglich ist?

Vielleicht durfte ich dich heute etwas inspirieren?

Oder motivieren nicht aufzugeben?

Das menschliche Potential ist grenzenlos und der menschliche Glaube kann Berge versetzen und die Menschheit auf den Mars bringen.

Ich wünsche dir viel Spaß und Erfolg auf deiner Reise!

Mein Leben als Jungunternehmer